SETI (Suche nach außerirdischer Intelligenz)

Wie suchen wir?

SETI steht für Search for ExtraTerrestrial Intelligence.

Jeder, der einen Computer besitzt und gelegentlich Zugriff auf das Internet hat, kann sich an der Suche nach schmalbandigen Signalen aus dem All beteiligen.

Die Interessengruppe des WOG wird unter dem Gruppennamen MIFO (Mathematik Informatik Ostwald) geführt. Wer mitmachen will, sollte sich zunächst das BOINC-Programm herunterladen

URL: http://boinc.berkeley.edu/download.php. Nach der Installation und dem ersten Start fragt das Programm nach einer Projekt-URL sowie E-Mailadresse und Passwort. Die Projekt URL für SETI ist: http://setiathome.berkeley.edu. Die eigene E-Mailadresse und ein eigenes Passwort trägt man ein. Danach verbindet sich das Programm mit dem Server in Berkeley und läd einige Dateien herunter und beginnt zu rechnen. Das Programm kann jederzeit beendet werden und es setzt die Berechnung nach erneutem Start fort. Möchte man nun einer Gruppe beitreten (z.B. MIFO), logt man sich unter http://setiathome.berkeley.edu/login_form.php ein und tritt unter Joint this team der gewählten Gruppe bei. Als Suchbegriff nicht MIFO sondern Ostwald eingeben!  Die Ergebnisse werden dann der Gruppenstatistik hinzugefügt. Mit dem BOINC-Programm kann man sich auch an anderen Projekten beteiligen oder parallel an mehreren Projekten teilnehmen. So wird freie Rechenzeit des eigenen Computers sinnvoll für die Wissenschaft genutzt. Näheres dazu findet man im Internet. Die Mitarbeit ist völlig freiwillig und wird nicht vergütet. Man kann sich allerdings Zertifikate für die Bestätigung seiner Teilnahme herunterladen und über die bisherigen Ergebnisse der weltweiten Suche informieren.

Das Team MIFO beteiligt sich seit dem 19. August 2002 an der Auswertung der Daten. Bis zum 23.07.2008 wurden von den PCs im Team 613,85 Quadrillionen Gleitpunktoperationen für SETI gerechnet. Jeder hat die Chance, auf seinem PC ein Signal zu finden, welches von intelligenten Wesen außerhalb der Erde erzeugt wurde.

MIFO-Statistik

sma aktuell

SETI @ home

So sehen die Grafiken aus, wenn man im BOINC-Programm die gerade in Arbeit befindlichen Daten visualisieren lässt. In Richtung der Ordinate wird die Signalstärke über der nach rechts abgetragenen Frequenz und der nach vorn dargestellten Zeitachse dargestellt. Die auzuwertenden Units stammen häufig vom Aricibo-Teleskop in Puerto Rico. In der unten rechts zu sehenden Abbildung sieht man die im Brennpunkt der Teleskopschüssel befindliche Empfangsstelle für die Signale aus dem All.

 

Und hier ein Beispiel für ein Zertifikat vom 23.07.2008

Was suchen wir?

Wir suchen schmalbandige Signale, die über eine gewisse Zeit mit einer über dem Rauschen liegenden Energie auf künstliche Erzeugung hinweisen. Im rechten Bild wurde ein Testsignal eingespielt, welches das Aussehen eines solchen Signals in der Grafik deutlich zeigt.

MIFI

Seit einiger Zeit werden die Daten, die das Teleskop im Aricibo aufgenommen hat, nach sogenannten Astropulsen erneut durchsucht. Dabei geht es um die Suche nach breitbandigen, sehr kurzen Signalen, wie sie von Pulsaren, "sterbenden" Schwarzen Löchern oder von ET ausgehen könnten. Die Suche gestaltet sich sehr aufwendig, da solche Wellen auf ihrem langen Weg durch das All spektral zerlegt werden und schwer vom Hintergrundrauschen zu unterscheiden sind. Rechenzeiten von mehreren Tagen für eine Unit sind da keine Seltenheit.

Neue Datenpakete werden jetzt auch vom Green Bank Telescope in den USA  bereitgestellt.

Noch haben wir "ET" nicht gefunden, es wird nicht mehr lange dauern!